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Ökonomie durch Ökologie

Bis zu 20% Kosteneinsparung durch Umweltmanagement im Büro

Was hat Umweltschutz mit Büro zu tun?

Umweltschutz im Büro

Lange Zeit galt ein Büroarbeitsplatz per se als gesundheits- und umweltschonend. Umweltverschmutzung wurde in den Betrieben mit qualmendem Schornstein, Abwasser, Produktionschemikalien und Sondermüll gleichgesetzt. Doch diese Einstellung hat sich geändert: Zunehmend werden Gesundheitsbeeinträchtigungen, die auf Bürotätigkeiten zurückzuführen sind, diskutiert und ernst genommen. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Allergien, Strahlenbelastung, Rückenbeschwerden und schließlich das sogenannte "Sick-Building-Syndrom" (krankmachendes Gebäudeumfeld) sind häufig anzutreffende Anzeichen für die Belastungen an Büroarbeitsplätzen.

Devise Umweltmanagement

Allein diese Zahlen belegen, dass Umweltmanagement im Büro ein höchst bedeutsames und aktuelles Thema ist. Dazu kommt ein weiteres gewichtiges Argument, das gerade in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Unternehmen höchste Anziehungskraft hat: Durch Umweltmanagement im Büro können effektiv Kosten gespart werden! In vielen Fällen kann durch sehr einfache Maßnahmen ohne investiven Aufwand eine Kostenreduzierung erreicht werden.

Ökologisches Büro-Management führt zu Kosteneinsparungen durch:

  • geringeren Ressourcenverbrauch
  • verminderte Zahl eingesetzter Büroartikel
  • die Wahl umweltverträglicher, funktionsgerechter Büroartikel
  • geringere Lagerkosten
  • vermindertes Abfallaufkommen
  • Wertstofferfassung
  • Wiedereinsatz gebrauchter Materialien
  • verminderten Energieeinsatz
  • verändertes Nutzverhalten
  • Gesundheitsschutz und verminderte Fehlzeiten
  • höhere Arbeitszufriedenheit und Produktivität Papierverbrauch reduzieren

Papierverbrauch reduzieren

Das vollkommen papierlose Büro ist trotz Einführung der EDV eine Fiktion. Der Papierverbrauch liegt auf unverändert hohem Niveau. Papier mag Vielen als unersetzbar gelten, doch lässt sich sein Verbrauch zumindest verringern. Grundsätzlich sollte immer überlegt werden, ob der Einsatz von Papier überhaupt nötig ist oder zumindest in einem angemessenen Verhältnis zum Einsatzzweck steht. Wenn auch nicht vollständig, so kann z.B. ein leistungsfähige EDV- System doch den Papierverbrauch in gewissen Grenzen reduzieren. Firmeninterne Kommunikation kann komplett über vernetzte Systeme abgewickelt werden; im Austausch mit anderen Standorten hilft die Datenfernübertragung.

Weniger Kleinteile spart Geld

Kopierer

Was für das Papier gilt, gilt auch für die vielen anderen Büromaterialien wie Ordner, Aktendeckel, Sichthüllen und Schreibgeräte. Weniger ist oft mehr! Dies fängt schon bei der Zahl der eingesetzten Produkte an. Wer das Sortiment auf wenige Produkte beschränkt, kann Lagervorräte abbauen und durch Großeinkauf bessere Konditionen erzielen.

Die entscheidenden Einsparungen werden sich aber ergeben, wenn es auch hier gelingt, den Verbrauch zu reduzieren. Generell sollte dazu mehr auf Gebrauchs- und weniger auf Verbrauchsgüter gesetzt werden. Einwegprodukte gehen nicht nur ins Geld, sondern belasten den Müll unnötig. Billiger ist es, z.B. lediglich Kugelschreiberminen zu beschaffen. Nachfüllbare Produkte helfen auch bei Markern, Folienstiften, Klebstoffen und Korrekturmitteln, Material und Kosten zu sparen. Bürogeräte umwelt- und kostenbewusst beschaffen und betreiben

Was für die Vielzahl der Bürobedarfsartikel gilt, hat auch bei der Beschaffung und beim Einsatz von Bürogeräten Gültigkeit. Bei Kopiergeräten, Druckern, Schreibmaschinen und Computern ist es ratsam, schon bei der Geräteauswahl Aspekte der Umweltverträglichkeit zu berükksichtigen. Mehr und mehr kommt dabei dem Stromverbrauch Bedeutung zu. Vor allem im Bereich der Kopiergeräte und der PCs hat es in jüngster Vergangenheit Anstrengungen der Hersteller gegeben, unnötig hohen Stromverbrauch zu vermeiden. Schließlich ist gerade die EDV in zunehmendem Maße für den Energieverbrauch verantwortlich. Die amerikanische Umweltbehörde schätzt den Anteil von PCs am Stromverbrauch auf immerhin gut 5%, mit steigender Tendenz. Bei Kopiergeräten und Laserdruckern ergibt sich noch eine weitere interessante Kostensparmöglichkeit: der Wiedereinsatz gebrauchter und recycelter Teile wie Tonerkatuschen, Fototrommeln und Laserpatronen. 40% des Neupreises können so eingespart werden.

"Der Müll kommt ins Haus, bevor er Müll heißt."

Durch umweltgerechten Einkauf lässt sich der Problemmüll am einfachsten vermeiden: Lösemittelhaltige oder schwermetallhaltige Produkte können auf der Beschaffungsliste gestrichen werden. Wo solche Problemstoffe noch unvermeidbar anfallen, müssen sie getrennt erfasst und entsorgt werden. Abfallgetrenntsammlung ist nicht nur ein Gebot des Umweltschutzes, sondern spart auch Müllgebühren. Nur sortenreine Wertstoffe lassen sich zu niedrigen Kosten entsorgen oder sogar noch vermarkten. Mengenmäßig am interessantesten ist die Altpapierfraktion, die in Büros bis zu 80% der Abfallmenge ausmacht.

Fazit

Die Erfahrung der 500 umweltorientierten Firmen, die im B.A.U.M. zusammengeschlossen sind, sowie zahlreiche Praxisprojekte zeigen, dass auch im Bürobereich durch Umweltschutz bis zu 20% Kostensparpotenziale aktiviert werden können. Der ökologische Blickwinkel eröffnet dabei oftmals erst ökonomisch interessante Perspektive.

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