Kostenreduzierung bei Energiekosten
Das hätte sich Bacchus nicht träumen lassen
Fränkische Spitzenweine mit minimalem Energieeinsatz
Die Gebiets-Winzergenossenschaft Franken eG (GWF) in Kitzingen wurde 1959 gegründet und zählt zu den innovativsten und erfolgreichsten Weinerzeugern in Deutschland. Allein beim Weinjahrgang 2000 garantiert die GWF mit über 1000 Weinen, die im Durchschnitt mit 90° Oechsle eingelagert wurden, höchste Individualität. Je nach Jahrgang werden jährlich bis zu 13 Millionen Liter Wein erzeugt und verkauft.
Hier sollte Trust & Competence nach Möglichkeiten zu Kostenreduzierung suchen.
Als einer der größten Ökoweinerzeuger in Deutschland hat sich die GWF konsequent auf eine ökologische Unternehmens-führung ausgerichtet. 1996 wurde - bisher eizigartig im deutschen Weinbau - der B.A.U.M. Umweltpreis an den Vorstand der GWF überreicht. Die erste Ökobilanz der deutschen Weinwirtschaft und die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 als erster Weinbaubetrieb unterstreichen das jahrelange Engagement der GWF für eine umweltgerechte Unternehmensführung. Hierzu zählt auch der ressourcenschonende Umgang hinsichtlich der eingesetzten Energien.
Die Energiekosten und Medienkosten gehören bei der GWF zu den großen Kostenblöcken. Durch die Liberalisierung des Strommarktes und der dadurch erheblich verbesserten Bezugskonditionen konnte hier in einem ersten Schritt eine deutliche Kostenreduzierung erzielt werden. Um die Energiekosten auch nachhaltig zu reduzieren, entschloß sich die GWF, auch den gesamten Energieverbrauch detailliert analysieren und bewerten zu lassen. Aufgrund der seit Anfang 1998 bestehenden erfolgreichen Zusammenarbeit entschloß sich die GWF, T&C auch mit dieser Aufgabe zu betrauen. Die Zielvorgabe lautete: Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zur Optimierung des Energieverbrauchs und somit Kostenreduzierung derjährlichen Energiebezugskosten bei keinem oder nur geringem Investitionsbedarf. Zu analysieren waren die Bereiche:
- Wärmeerzeugung
- Stromversorgung
- Kälteerzeugung
- Drucklufterzeugung
- Frischwasserbedarf
Im einzelnen wurden folgende Schritte durchgeführt:
- Ausführliche Betriebsbegehung zur Aufnahme der vorhandenen Anlagentechnik und energetischen Infrastruktur
- Erstauswertung existierender Verbrauchsdaten und Architekturpläne (Benchmarking)
- Durchführung von messtechnischen Analysen über 5 Wochen
- Erarbeitung von Energieeinsparmaßnahmen mit Hilfe EDV gestützter Berechnungsmodelle
- Darstellung der Einsparpotenziale mit betriebswirtschaftlicher Bewertung der Verbrauchssituation sowie ein nach Prioritäten geordneter Maßnahmenkatalog.
Trotz der in einigen Bereichen bereits schon stark optimierten Lösungen zum effizienten Energieeinsatz konnten die Energie-Experten von T&C weitere Möglichkeiten zur Kostenreduzierung aufzeigen, wie z. B.:
- Nutzung der bei der Drucklufterzeugung anfallenden Abwärme zur Hallenbeheizung
- Minimierung der auftretenden Streckenverluste im Dampfnetz
- Umstellung der Beleuchtungsanlage auf stromsparende Dreibandenleuchten mit EVG
- Umstellung des Warmwasserheizkreises auf eine außentemperaturabhängige Regelung der Vorlauftemperatur
- Reduzierung der Leistung der Wärmeerzeugung um 500 kW
Fazit
Durch konsequente Umsetzung der vorgeschlagenen T&C Empfehlungen kamen zu den bereits erzielten Verbesserungen der Vertragskonditionen weitere Kostenreduzierungen von ca. 20.000 Euro/Jahr, die ausschließlich mit organisatorischen und nur geringen investiven Maßnahmen erzielt wurden.
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