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Kosteneinsparung bei Versicherungsprämien

Gefährliche Lücken im Versicherungsschutz,
Automobilzulieferer erweitert Schutz und senkt Prämien

Kantine

Ein international tätiger Automobilzulieferer, mit weltweit mehr als 200 Mitarbeitern und Hauptsitz in Oberbayern, beauftragte T&C mit der Optimierung der betrieblichen Versicherungen. Zum Zeitpunkt der Analyse hatte die deutsche Niederlassung einen Jahresumsatz von ca. 20 Mio. Euro und ein jährliches Prämienvolumen von ca. 50.000 Euro.

Der Auftrag

Optimierung des Versicherungsschutzes und Aufzeigen möglicher Kosteneinsparungen, ohne Leistungseinbußen beim Versicherungsschutz. Aufbauend auf dem Ist-Zustand wurden im Rahmen einer Schwachstellenanalyse Lücken im Versicherungsschutz aufgezeigt und Verbesserungsmöglichkeiten vorgeschlagen. Diese teilweise erheblichen Deckungslücken waren dem Kunden so nicht bewusst. Am Beispiel der FBU-Versicherung lässt sich dies gut verdeutlichen:

Die derzeitige Versicherungssumme beträgt 1.150.000 Euro, der tatsächliche Versicherungswert beträgt laut GuV 10 Mio. Euro, so dass hier eine erhebliche Unterversicherung vorliegt. Bei einem angenommenen Schaden von 6 Mio. Euro hätte die Unterdeckung folgende Auswirkung:

vereinbarte Versicherungssumme 1.150.000 Euro
tatsächlicher Versicherungswert 10.000.000 Euro
Einbuße im Rohertrag nach Brandschaden 6.000.000 Euro
Verhältnis der Versicherungssumme zum Versicherungswert 1.15 : 10
Leistung des Versicherers 690.000 Euro
Differenz zu Lasten des Betriebsvermögens 5.310.000 Euro

Auch bei den weiteren Sachversicherungen wurden erhebliche Optimierungspotenziale aufgedeckt:

Elektronikversicherung

Es bestanden 3 separate Verträge. Zur Vereinfachung des Verwaltungsaufwandes wurde die Zusammenlegung zu einem Vertrag empfohlen.

Gruppenunfallversicherung

Erhebliche Verbesserung/Erweiterung des bestehenden Versicherungsschutzes durch Zugrundelegung eines erweiterten Rahmenvertrags.

Transportversicherung

Auf Grund eines sehr guten Schadensverlaufs konnte die vereinbarte Prämie um rund 35% reduziert werden.

Betriebshaftpflichtversicherung

Fehlen der Klausel "Kfz-Rückrufkostenversicherung". Über die normale Betriebshaftpflichtversicherung besteht für dieses Risiko kein Versicherungsschutz für durch Kfz-Rückruf verursachte Kosten. Dies könnte selbst bei Kleinteilen immense Schäden verursachen. So bedeutet ein Rückruf von 20.000 Fahrzeugen Kosten von ca. 20 Mio. Euro Die Mehrprämie ist im Vergleich zu einem möglichen Katastrophenschaden für diesen Betrieb mit ca. 25.000 Euro "unbedeutend".

Fehlen der Klausel "Mietsachschäden". Laut unserer Risiko-Analyse sind Betriebsteile vermietet gewesen. Es fehlte aber innerhalb der Betriebshaftpflicht die o. a. Klausel, die mögliche Schäden an den gemieteten Räumen übernimmt, da grundsätzlich vermietete und/oder geliehene Sachen innerhalb der Betriebshaftpflicht ausgeschlossen sind.

Fazit: Kosteneinsparung von über 30%

Trotz des erheblich verbesserten Versicherungsschutzes konnte bei den bestehenden Verträgen eine Prämienreduzierung von über 30% pro Jahr erzielt werden.

Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass auch in Deutschland die Kapitalgeber dazu neigen, ihre Manager verstärkt für Fehlentscheidungen in Anspruch zu nehmen. Da es dabei zumeist um große Beträge geht, wurde der Abschluss einer D&O-Versicherung empfohlen. Diese schützt die Firmenleitung vor den finanziellen Folgen solcher Regressansprüche und damit vor der privaten Insolvenz.

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