Archiv für die Kategorie ‘Energie’

Sinnvolle Verwendung von CO2

Dienstag, 31. Mai 2011

Ein neuer Ansatz in einer Biogasanlage verwertet CO2 direkt am Entstehungsort. Das e-gas genannte Produkt wird aus organischen Abfällen und Wasser mit Hilfe von regenerativen Energien erzeugt.

Laut EUWID wird ab 2013 die weltweit erste Großanlage zur Herstellung und Einspeisung von synthetischem Erdgas ihren Betrieb aufnehmen.  Der Clou dabei ist, dass aus Wind- und Solarenergie, die zum Zeitpunkt der Erzeugung  nicht benötigt wird, CO2 (Kohlendioxid) und H2O (Wasser) CH4 (Methan) hergestellt wird.

Das CO2 wird dabei aus der Verwertung der angelieferten organischen heizwertreichen Abfälle gewonnen und damit endlich einer sinnvollen Verwendung zugeführt.

Das synthetische Erdgas wird zum Heizen oder zum Betrieb der entsprechenden Fahrzeuge genutzt. Da der komplette CO2-Ausstoss für die Produktion verwendet wird, ist die Anlage zumindest in dieser Hinsicht beispielgebend.

Ich hoffe, dass noch viele intelligente Anwendungen zur CO2-Verwertung folgen werden.

Dietmar Laubscher

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Ökologische Energiewende oft von grünen Kreisverbänden behindert

Montag, 10. Januar 2011

In Deutschland ist ein grundlegender Umbau der Energieerzeugung angedacht. Bis 2050 sollen erneuerbare Energien 80% des Strombedarfs decken.

Allerdings ist eine entsprechende Änderung nur mit Stromspeichern möglich. An typischen deutschen Wintertagen mit diesigem Wetter, Regen- oder Schneeschauern,  ohne Sonne und Wind wird nur wenig Windenergie erzeugt und kaum Solarstrom eingespeist. Für den anstehenden Umbau sind daher die in der Praxis bestens bewährten Pumpwasserkraftwerke von zentraler Bedeutung.

Pumpwassserkraftwerke haben einen Wirkungsgrad von bis zu 85% und sind die einzigen großen Stromspeicher, die sich weltweit bewährt haben.

Wenn Strom nur aus Wind und Sonne erzeugt werden soll, braucht eine Industrienation wie Deutschland eine Speicherkapazität für 10 – 20 Tage. Dies entspricht einem Pumpwassserkraftwerk von der Größe des Bodensees. Das Wasser des gesamten Sees müsste alle zwei Wochen 70 Meter hochgepumpt und wieder abgelassen werden, um genug Strom zu erzeugen, wenn Wind und Sonne fehlen. Bisher reichen die Kapazitäten nur für einige Stunden.

Ein bundesweiter Stromausfall für nur einen Tag würde die deutsche Wirtschaft ca. 30 Milliarden Euro kosten.

Um die Energiewende umzusetzen, ist ein rascher und umfassender Ausbau der Pumpwasserspeicherkapazitäten notwendig. Im Südschwarzwald plant die Schluchseewerk Deutschland AG das derzeit größte Pumpwasserspeicherwerk mit einer Leistung von 1.400 Megawatt und einem Investitionsvolumen von einer Milliarde Euro. Sind die Wasserspeicher gefüllt, reicht die erzeugbare Leistung aus, um 1,3 Millionen Haushalte 13 Stunden mit Strom zu versorgen.

Das Kraftwerk soll 2019 in Betrieb gehen. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann ist jedoch ungewiss, da sich auf breiter Linie Widerstand formiert. Neben dem Schwarzwaldverein zählen auch die Grünen im Kreis Waldshut zu den entschiedenen Gegnern des Projekts. Dies ist kein Einzelfall, sondern eher die Regel.

Auch der für die Energiewende notwendige Ausbau des Hochspannungsnetzes ist ins Stocken geraten. Viele Naturverbände und grüne Kreisverbände sind entschiedene Gegner einzelner Maßnahmen. Durch den erheblichen Widerstand vor Ort gegen den notwendigen Netzumbau und den Ausbau der Stromspeicherkapazitäten ist meiner Meinung nach die geplante Umsetzung der Energiewende gefährdet.

Im Falle der ökologischen Energiewende und der daraus resultierenden Konflikte zwischen Klimaschutz und Ökologie wird sich zeigen, wie ökologisch die Grüne  Partei wirklich ist. Den Vorteil einer Energiewende ohne Nachteile wird es nicht geben. Leider wird von den führenden grünen Politikern meiner Meinung nach ein weiterer ökologischer Umbau gefordert, allerdings ohne auf mögliche Nachteile einzugehen und darüber aufzuklären. Zu den Vorortkonflikten gibt es nur wenige Stellungnahmen für eine Umsetzung der Maßnahmen. Es heisst oft, die einzelne Maßnahme sei nicht unbedingt notwendig. Dies mag im Einzelfall machmal richtig sein. Da aber viele Vorhaben gleichzeitig verhindert werden, ist die Energiewende insgesamt gefährdet.

Wer für die Energiewende ist, sollte meiner Meinung nach darauf achten, wie sich die einzelnen Parteien bei unpopulären Vorortmaßnahmen verhalten und seine Stimmabgabe danach ausrichten.

Weiterhin wünsche ich uns allen, dass mehr Bürger die derzeit oft unpopulären, aber für die Energiewende notwendigen Maßnahmen unterstützen werden.

Michael Koch

Der Autor ist seit vielen Jahren Energieexperte und berät bundesweit Unternehmen in allen Fragen, die diesen Bereich betreffen.

http://www.diekostenmanager.de/m-koch

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Aktueller Aufschwung gefährdet

Montag, 27. September 2010

Mehrbelastungen werden den aktuellen Aufschwung deutlich belasten, wenn nicht sogar ganz abwürgen. Der Umfang aller geplanten gesetzlichen Abgabenerhöhungen auf Energie ist beispiellos und dürfte nicht wenigen energieintensiven Unternehmen massive Probleme bereiten.

Die EEG-Abgabe wird weiter steigen. Neueste Prognosen erwarten für das Jahr 2011 eine Erhöhung des EEG-Satzes von derzeit 2,047 Ct/KWh auf 2,70 bis über 3 Ct/KWh. Dies würde eine Verdoppelung der Belastung gegenüber dem Jahr 2009 bedeuten und hätte für Unternehmen mit einem Jahresstrombedarf von ca. 1 Million KWh eine Mehrbelastung von ungefähr 10.000 Euro netto pro Jahr zur Folge.

Das Bundeskabinett hat am 1. September den Entwurf zum Haushaltbegleitgesetz 2011 beschlossen. In den Artikeln 6, 7 und 8 ist eine massive Reduzierung der Entlastung bei der Strom- und Energiesteuer für produzierende Unternehmen enthalten.

Der Beschluss sieht eine Erhöhung des ermäßigten Stromsteuersatzes von derzeit 1,23 auf 1,64 Ct/KWh zum 1. Januar 2011 vor. Weiterhin soll die Entlastungsmöglichkeit durch den Spitzenausgleich (§ 10 StromStG und § 55 EnergieStG) in zwei Stufen reduziert werden: Von heute maximal 95 auf 73 Prozent in den Jahren 2011 und 2012. Darüber hinaus soll der Sockelbetrag für den Spitzenausgleich bei der Stromsteuer von 512,50 auf 2.500 Euro pro Jahr erhöht werden.

Für verschiedene energieintensive Unternehmen habe ich eine Verdopplung bis Verdreifachung der effektiven Energiebelastung für das Jahr 2011 gegenüber der aktuellen Gesetzeslage ermittelt.

Persönlich sehe ich die geplante Gesetzesreform sehr kritisch. Kleine und mittlere Unternehmen werden aufgrund der deutlich erhöhten Sockelbeiträge und der Mindestanforderung von mehr als 10 Mio. KWh Jahresstrombedarf für eine EEG-Härtefallregelung gegenüber größeren Unternehmen massiv benachteiligt.

In verschiedenenen ergieintensiven Branchen wären kleine und mittlere Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig und es dürfte in einigen Bereichen eine deutliche Marktkonzentration bis zur Oligopolbildung geben.

Weiterhin werden die papier- und die aluminiumverarbeitende Industrie verstärkt ins Ausland abwandern.

Die zweite und letzte Beratung im Bundesrat ist für den 26.11.10 vorgesehen. Die betroffenen Industrien und der BDI versuchen in gemeinsamer Lobbyarbeit die geplante Mehrbelastung zu verringern.

Michael Koch

http://www.diekostenmanager.de/m-koch

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Negative Strompreise?

Mittwoch, 21. Juli 2010

Überschüssige Energie an der Leipziger Strombörse EEX zu verkaufen, ist teilweise sehr schwierig. Es genügt nicht einmal, sie Pumpwasserwerken zur Energiespeicherung gratis zu überlassen. Denn die wollen Geld und so ergeben sich negative Strompreise.

Bei Rohstoffen geht man davon aus, dass es keinen negativen Preis geben kann. Wenn Strom im Überschuss erzeugt wird, müssen Abnehmer gefunden werden, auch wenn diese nur geringe Preise oder garnichts zahlen.

Das Problem ist, dass große Strommengen nicht gespeichert werden können (so große Akkus gibt es nicht). Erzeugung und Verbrauch müssen einander entsprechen, sonst ist die Stabilität des Netzes gefährdet. Die derzeit einzige Möglichkeit, doch eine Speicherung zu erreichen, sind Pumpwasserkraftwerke. Dort wird das Wasser durch Nutzung des überschüssigen Stroms in die Höhe gepumpt und später – wenn der Bedarf größer ist – mittels rücklaufender Wasserkraft wieder in Strom umgewandelt.

Die Speicherung mittels Pumpwasserkraftwerken hat in Deutschland aufgrund des Ausbaus von alternativen Energien stark zugenommen, da Sonnen- und Windenergie nur schwer vorher sehbar sind.

Die Stromkonzerne werden durch negative Strompreise nicht belastet. Sie holen sich die Kosten gesetzeskonform vom Verbraucher zurück, indem sie die Ausgaben später auf die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Abgabe) draufschlagen.

In Zukunft erwartet der Energieexperte Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut (RWI) häufiger negative Strompreise.

Durch den Ausbau von Offshore-Anlagen wird in Zukunft die Stromerzeugung aus Windkraft steigen. Leider hinkt der Ausbau der Stromnetze im Binnenland der Installation neuer Windkraftanlagen deutlich hinterher.

Obwohl die Bundesregierung für diesen Herbst ein Energiekonzept angekündigt hat, lassen mich die sehr widersprüchlichen Äußerungen vermuten, dass außer großen Absichtserklärungen nichts Konkretes dabei herauskommen wird.

Die Zeche für die fehlende Koordinierung und Konzeptlosigkeit werden wie üblich die Verbraucher zahlen müssen.

Michael Koch

http://www.diekostenmanager.de/m-koch

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Vorsicht bei Energietarif-Rechnern

Dienstag, 22. Juni 2010

Energietarifrechner wie beispielsweise verivox sind eine gute Möglichkeit für Haushaltskunden und kleinere Gewerbeabnahmestellen, sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Dennoch empfehle ich vor allem gewerblichen Abnahmestellen diese Portale kritisch zu prüfen.

Verivox wurde zwar von der Stiftung Warentest mit 1,1 bewertet (Ausgabe 09/2008),  erhält aber wie andere Energietarifrechner eine Vermittlungsgebühr von den Versorgern. Für Strom-Sondervertragsabnehmer mit einem Jahresstrom > 100.000 kWh und Gasabnehmer mit registrierender Leistungsmessung > 1,5 Millionen kWh sind diese Vermittlungsgebühren sehr hoch, so dass in aller Regel durch eine individuelle Ausschreibung deutlich bessere Konditionen erzielbar sind.

Weiterhin sind die aufgeführten Tarifkonditionen für Privathaushalte und kleinere Gewerbekunden nicht vollständig. Da einige Versorger nicht mit verivox zusammenarbeiten, werden deren Tarife auch nicht veröffentlicht. Diese bieten aber teilweise sehr interessante Konditionen an.

Weiterhin gibt es Versorger, die bei Privatkunden eine Vorauszahlung für ein Jahr verlangen. Persönlich sehe ich dies sehr kritisch: Im Falle einer Insolvenz des Versorgers erfolgt zwar eine Aushilfslieferung durch den Grundversorger, so dass die Liefersicherheit auf jeden Fall gegeben ist. Allerdings kann der einzele Energieabnehmer dann statt Kostenersparnis einen erheblichen finanziellen Schaden erleiden und muss mit einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand rechnen.

Bei einer Internetrecherche sollte man als Verbraucher daran denken, dass Energietarifrechner keine gemeinnützigen Portale sind, sondern dass diese Eigeninteressen haben, die sicherlich nicht immer im Einklang mit den Verbraucherinteressen stehen.

Michael Koch
http://www.diekostenmanager.de/m-koch

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Kann Atomstrom als Ökostrom verkauft werden?

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Nach dem Verbraucherportal verivox ist für etwa 15% der privaten Verbraucher die Entscheidung im Stromkauf maßgeblich von ökologischen Gesichtspunkten abhängig.

Es gibt eine Vielzahl von Stromerzeugungs-Zertifikaten, davon ist das RECS-Zertifikat (Renewable Ernergy Certificate System) am meisten verbreitet. Das RECS ist ein in zur Zeit 24 europäischen Ländern eingeführtes Handelssystem, welches von den größten europäischen Energie-Handelsgesellschaften gegründet worden ist. Aber das RECS-Zertifikat wird zum Teil sehr kritisch gesehen, weil der Handel mit Zertifikaten vom physikalischen Strom getrennt wird.

So wird es ermöglicht, das regenerativ erzeugter Strom, für den sich kein Ökokunde findet, als normaler Strom verkauft und statt dessen an anderem Ort und Zeit normal erzeugter Strom als Ökostrom angeboten wird.

Ich sehe beim RECS-System ein Glaubwürdigkeitsproblem, weil zur Zeit regenerativ erzeugter Strom in Europa nur umverteilt wird. Ein Großteil der regenerativ erzeugten Strommenge wird aus Wasserkraft erzeugt. In 2008 war dieser Anteil höher als die Nachfrrage nach Ökostrom. Daher ist der Preis der Zertifikate relativ niedrig.

So kann ein Versorger beispielsweise kostengünstig Atomstrom an der Strombörse einkaufen und mit Hilfe von RECS-Zertifikaten in “Ökostrom” umwandeln.

Ich empfehle allen, die Ökostrom einkaufen und somit den Ausbau erneuerbarer Energien förden wollen, kritisch die Ökostrom-Zertifizierung zu prüfen. Ansonsten wird unter Umständen mit einem oft nicht geringen Aufpreis der “Status Quo” unterstützt und das Gegenteil von dem erreicht, was gefördert werden sollte.

Möglicherweise kaufen dann Klimaschützer und Umweltbewußte den von ihnen abgelehnten Atomstrom als Ökostrom ein. Ob sie das wirklich wollen….?

Michael Koch

http://www.diekostenmanager.de/koch

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Gefährliche Energiesparlampen?

Dienstag, 22. September 2009

Nachdem das Aus für unsere alten Glühbirnen europaweit beschlossen wurde, wird wieder verstärkt auf die Gefahren der Verwendung von Energiesparleuchten hingewiesen.

So wird immer wieder unterstellt, dass die Verwender kaputte Leuchten zu oft in den Hausmüll werfen – und damit tonnenweise Quecksilber zusätzlich in die Umwelt einbringen.

In diesem Zusammenhang ist eine österreichische Studie interessant. Darin wird angenommen, dass jeder Haushalt 80% aller Glühlampen durch Energiesparleuchten ersetzt und 90% davon über den Hausmüll entsorgt – was als unrealistisch angesehen werden kann. Dadurch würde eine zusätzliche Menge von 32 kilogramm Quecksilber in den Restmüll gelangen, was bei 1.400 kilogramm Quecksilber pro Jahr aus anderen Restmüllfraktionen einen Anstieg von einem Gramm auf 1,01 Gramm pro Tonne Restmüll bedeuten würde.

In Deutschland würde auf Grund der höheren Einwohnerzahl bei dieser Modellrechnung ein Mehrfaches der genannten Mengen anfallen, das Verhältnis bleibt gleich. Somit dürfte die “Quecksilbergefahr” aus Energiesparleuchten kein Thema mehr sein.

Neu im Fokus der Gutmenschen sind außer den höheren Kosten und dem höheren Energieverbrauch bei der Herstellung nun die schädlichen Strahlen dieser Leuchten, welche die Entwicklung unserer Kinder nachhaltig stören sollen. Da bin ich gespannt, wann die Medien die angebliche Strahlengefahr verstärkt aufgreifen werden.

Dietmar Laubscher

http://www.trust-competence.de/partner/d-laubscher

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


KfW besser als ihr Ruf

Donnerstag, 23. Juli 2009

Entgegen der landläufigen Meinung, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW zu wenig gegen die Krise tue, ist im Gegenteil eine hohe Investitionstätigkeit bei den alternativen Energien zu vermelden.

So wurden 2008 5,2 Mrd € über Förderprogramme von Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien investiert. Aufgrund der Verschiebungen bei den Einspeisevergütungen wurden Photovoltaik-Projekte verstärkt in 2008 angestossen, während Investitionen bei Windkraft- und Biogasanlagen ins Jahr 2009 verschoben wurden.

Somit ist in 2009 mit hohen Investitionen in Biogas und Windkraft zu rechnen, was außer einer verminderten Abhängigkeit von Kraftwerken auch zur Arbeitsplatzsicherheit in Deutschland beitragen wird.

Nach meiner Einschätzung dürfte sich die Alternative Energien-Branche als krisenfest und zukunftsicher erweisen. Wenn dass für junge Leute kein Wink mit dem Zaunpfahl ist, verstärkt Berufe in dieser Branche zu studieren….

Dietmar Laubscher

http://www.trust-competence.de/partner/laubscher

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Mogelpackung Konjunkturpaket 2

Montag, 04. Mai 2009

In Deutschland gibt es nach Schätzungen von Mitte 2008 einen Investitionsstau von ca. 40 Mrd. Euro im Kraftwerksbereich. Viele Kohlekraftwerke sind total veraltet. Fünf der zehn größten „Dreckschleudern“ in Europa befinden sich in Deutschland.

Geplante und genehmigte Kohlekraftwerke sind aufgrund öffentlichen Widerstands wieder zurückgezogen worden. Die meisten Kraftwerksplanungen sind aber aufgrund politischer Unsicherheiten wie Anrechnung von CO2-Zertifikaten und fehlender klarer politischer Vorgaben eingestellt worden. Die deutsche Kraftwerkswirtschaft erhofft einen Wahlsieg der Union und FDP, welche dann eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke in Aussicht gestellt hat.

Die große Koalition hat bis auf verschiedene Programme zur Förderungseffizienz und verschiedenen zusätzlichen Förderungen von erneuerbaren Energien nichts substanziell in der Energiepolitik vorangetrieben. Bei den größten energiepolitischen Themen konnte man sich beim Koalitionsvertrag nicht einigen und hat diese während dieser Legislaturperiode ausgeklammert. Die Folge ist, dass die größten „Dreckschleudern“ nach wie vor in Betrieb sind und wie die Verpflichtung Deutschlands erfüllt werden soll, eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 20 % bis 2020 zu erreichen, ist weiterhin unklar (siehe auch http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,378015,00.html)

Weiterhin wird es dazu führen, dass aufgrund von Engpässen bei der Kraftwerkskapazität, die Strompreise überproportional in Deutschland steigen werden. Meiner Schätzung nach sind zusätzliche Mehrkosten von ca. 5 Milliarden Euro (Jahresstrombedarf von ca. 500.000.000 MWh in Deutschland mal geschätzten Zusatzkosten von 10 EUR/MWh) realistisch.

Maßnahmen des Konjunkturprogramms 2, wie die Abwrackprämie sowie verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz unter anderen damit zu begründen, dass damit langfristig ein wichtiger Beitrag zur Klimaverbessserung geleistet wird, empfinde ich persönlich als Mogelpackung. Durch Schaffung von Investitionssicherheit im Kraftwerks­bereich könnte nahezu ohne öffentliche Investitionen ein Mehrfaches an CO2-Emissionsreduzierung erzielt und ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft geleistet werden.

Statt teure Wahlgeschenke und oft übereilte und nicht vollständig durchdachte Maßnahmen in Infrastrukturmaßnahmen auf Kosten der Steuerzahler vorzunehmen, sollte die Regierung ihrer energiepolitischen Verantwortung nachkommen.

Michael Koch

http://www.diekostenmanager.de/koch

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen


Abwrackprämie für Kühlschränke?

Freitag, 03. April 2009

Interessierte Kreise fordern nun auch für Kühlgeräte eine Abwrackprämie. Argumentiert wird mit dem Klimaschutz.

Wer einen alten Kühlschrank zu Hause hat, darf sich schon mal freuen. Was bei den Kraftfahrzeugen so gut funktioniert, könnte auch auch mit Kühl- und Gefriergeräten klappen. Zielgruppe sind diejenigen, für die aus verschiedenen Gründen die Altauto-Abrwackprämie nicht in Frage kommt und die einen ca. 10 Jahre alten Kühlschrank durch einen neuen ersetzen wollen. Der bis zu 70% geringere Stromverbrauch bedeute einen geringeren CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung. Mit einer besseren Klimabilanz könnte man auch Umweltverbände und die Grünen für die Sache begeistern.

Da demnächst Bundestagswahl ist, werden die Parteien den Vorschlag gerne aufgreifen, zumal er auch von der IG Metall unterstützt wird. Dass Mitarbeiter dieser Branche außer Klimaschutz hierin auch einen sichereren Arbeitsplatz sehen, ist nur allzu verständlich.

Ob es in der Gesamtbetrachtung wirtschaftlich vorteilhaft ist, mit Prämien alte Geräte durch neue zu ersetzen? Volkswirte sprechen hier von zukünftigen höheren Kosten für alle.

Einen positiven Effekt haben wir der Finanzkrise zu verdanken – der Kreativität (zumindest bei der Beanspruchung von staatlichen Mitteln) sind wohl keine Grenzen gesetzt.

Übrigens – die Fortführung der Altauto-Abwrackprämie bis Ende 2009 gilt als beschlossen!

Dietmar Laubscher

http://www.diekostenmanager.de/d-laubscher

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen