Archiv für die Kategorie ‘Finanzkrise’

Anpassungsfähigkeit – in der Krise noch wichtiger!

Montag, 08. Februar 2010

Muss man ein bengalischer Tiger sein, um sich neuen Gegebenheiten anpassen zu können? Unternehmen können von der Tierwelt viel lernen.

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Die Natur macht es uns vor: auch an tropisches Klima gewöhnte Tiere passen sich innerhalb kürzester Zeit ihrer Umwelt an.

Diese Fähigkeit geht offenbar vielen Unternehmen ab. Sie reagieren zu spät auf neue Bedingungen des Marktes und treffen keine, falsche oder zu späte Entscheidungen.

Ich meine, Mitarbeiter - zum Beispiel aus Vertrieb oder Buchhaltung – sollten nicht auf Maßnahmen ihrer Geschäftsleitung warten, wenn sie erkennen, dass die Geschäftsentwicklung in die falsche Richtung läuft. Besser ist es, offen mit einem leitenden Angestellten zu sprechen. Sie tun nicht nur ihrem Unternehmen, sondern auch sich selbst damit einen großen Gefallen.

Denn es haben laut Creditreform allein in 2009 mehr als 34.000 Unternehmen Insolvenz anmelden müssen.

Wie sagt man so treffend: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!”

Dietmar Laubscher

http://www.trust-competence.de/partner/laubscher

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Opel und die Milchbauern

Donnerstag, 05. November 2009

Was haben Opel und die Milchbauern gemeinsam? Sie arbeiten in einem Segment, das durch Überproduktion gekennzeichnet ist. Subventionen verschieben den notwendigen Kapazitätsabbau zu Lasten des Gesamtmarkts in die Zukunft.

Es war zu erwarten und irgendwie auch logisch: ein global aufgestellter Konzern wie General Motors braucht den europäischen Markt – und selbstverständlich die Umsätze und Gewinne von hier!

Aus amerikanischer Sicht ist das Halten von Opel strategisch wichtig und richtig. Nachdem die Konzernmutter wieder Boden unter den Füßen hat, war nach der langen Hängepartie diese Entscheidung zu erwarten.

Ob Magna oder GM die Arbeitsplätze abbaut, ist letztendlich gleichgültig. Und – nicht ganz zu unrecht spekuliert das GM-Management mit den Zuschüssen und Bürgschaften, die Magna zugesagt wurden. Auch wenn sich jetzt alle politischen Kreise empören, die Gewerkschaften ihre Lohnverzichtszusagen zurücknehmen – wenn es hart auf hart kommt, werden doch alle wieder einknicken, ist doch die Angst vor der Insolvenz zu groß.

Nach meiner Einschätzung muss sich die Automobilbranche auf jeden Fall gesundschrumpfen (siehe auch den Beitrag vom 17.11.08 “Die Schattenseite der Subventionen” unter Soziale Verantwortung), tausende von Arbeitsplätzen werden verloren gehen, Standortschließungen sind ebenfalls zu erwarten. Ein Unternehmen muss Gewinn machen (da kommen die begehrten Steuern her), die Arbeitsplatzsicherung ist nirgends auf der Welt ein Unternehmenszweck.

Wunschdenken hilft nicht weiter – die Arbeitnehmer bei Opel müssen sich auf harte Zeiten einstellen. Auch wenn es die neue Regierung vehement bestreitet: ich glaube, die Zeche zahlen wir alle, sei es mit höheren Sozialabgaben oder höheren Steuern.

Dietmar Laubscher

http://www.trust-competence.de/partner/laubscher

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Neues vom Arbeitsmarkt: mehr freie Stellen und mehr Geld!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich besser als erwartet – leider nicht konjunkturbedingt.

Wo kommen auf einmal so viele freie Stellen her? Des Rätsels Lösung ist dem demographischen Wandel geschuldet: es gehen mehr Arbeitnehmer in Rente als junge Berufanfänger starten!

Auch die Beschäftigten im Gebäudereinigungsgewerbe können aufatmen: Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich geeinigt, die 860.000 Reinigungskräfte erhalten mehr Geld.

Auch die Rohstoffpreise steigen langsam, aber stetig (seit Januar um 50-70%) – ein Indikator, dass die Nachfrage wieder anzieht!

Krise hin, Arbeitsplätze her, Lohnerhöhung – was will man mehr!?! Und die weitere positive Botschaft lautet: es werden Zeiten kommen, wo auch ältere Arbeitnehmer (wieder) gesucht werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die dann auch wollen….

Dietmar Laubscher

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Kaufkraftzuwachs!!

Donnerstag, 06. August 2009

Wie das Statistische Bundesamt meldet, ist die Kaufkraft von Arbeitnehmern gestiegen.

Dies gilt für den Zeitraum April 08 bis April 09 mit einer durchschnittlichen Höhe von 2,8 %. Da im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise nur um 0,7% gestiegen seien, haben die Mitarbeiter nun tatsächlich mehr Geld in der Tasche.

Somit können sich auch die Arbeitnehmer antizyklisch verhalten und durch vermehrte Ausgaben die Konjunktur weiter ankurbeln.

Die Rohstoffmärkte erholen sich zusehends, was ein Indikator für das Anspringen der gesamten Weltwirtschaft ist.

Haben wir die Krise wirklich schon – zumindest beinahe – überwunden? Maßgeblich für Deutschland wird sein, wie Opel und General Motors nach dem Verkauf dastehen, da die Automobilindustrie nach wie vor eine Leitbranche darstellt.

Nach der Urlaubszeit – viele sind trotz Krise gefahren – wird sich herausstellen, ob wir derzeit nur ein Strohfeuer erleben oder wirklich noch mehr Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Dietmar Laubscher

http://www.trust-competence.de/partner/d-laubscher

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Abwrackprämie für Kühlschränke?

Freitag, 03. April 2009

Interessierte Kreise fordern nun auch für Kühlgeräte eine Abwrackprämie. Argumentiert wird mit dem Klimaschutz.

Wer einen alten Kühlschrank zu Hause hat, darf sich schon mal freuen. Was bei den Kraftfahrzeugen so gut funktioniert, könnte auch auch mit Kühl- und Gefriergeräten klappen. Zielgruppe sind diejenigen, für die aus verschiedenen Gründen die Altauto-Abrwackprämie nicht in Frage kommt und die einen ca. 10 Jahre alten Kühlschrank durch einen neuen ersetzen wollen. Der bis zu 70% geringere Stromverbrauch bedeute einen geringeren CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung. Mit einer besseren Klimabilanz könnte man auch Umweltverbände und die Grünen für die Sache begeistern.

Da demnächst Bundestagswahl ist, werden die Parteien den Vorschlag gerne aufgreifen, zumal er auch von der IG Metall unterstützt wird. Dass Mitarbeiter dieser Branche außer Klimaschutz hierin auch einen sichereren Arbeitsplatz sehen, ist nur allzu verständlich.

Ob es in der Gesamtbetrachtung wirtschaftlich vorteilhaft ist, mit Prämien alte Geräte durch neue zu ersetzen? Volkswirte sprechen hier von zukünftigen höheren Kosten für alle.

Einen positiven Effekt haben wir der Finanzkrise zu verdanken – der Kreativität (zumindest bei der Beanspruchung von staatlichen Mitteln) sind wohl keine Grenzen gesetzt.

Übrigens – die Fortführung der Altauto-Abwrackprämie bis Ende 2009 gilt als beschlossen!

Dietmar Laubscher

http://www.diekostenmanager.de/d-laubscher

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Abwrackprämie: Wer gewinnt am meisten?

Donnerstag, 19. März 2009

Die notleidende Autoindustrie ist dankbar, die Autokäufer sind glücklich und sogar die Grünen freuen sich. Unerwartet gibt es noch einen weiteren Gewinner: den Finanzminister!

Der Abwrackprämie in Höhe von 1,5 Milliarden Euro stehen Steuereinnahmen von 1,98 Milliarden aus zusätzlicher Mehrwert- und Gewerbesteuer gegenüber (Daten des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ZDK). Die ganze Sache ist so erfolgreich – es liegen derzeit 423.000 Bestellungen für Neu- oder Jahreswagen vor – dass der Topf bis Ende März möglicherweise erschöpft ist.

Das ist ein Paradebeispiel für intelligentes Kostenmanagement: die Gewinne aus der Maßnahme sind höher als die Kosten. Hat Frau Merkel da vielleicht etwas von unseren Strategien abgekupfert?

Vor diesem positiven Hintergrund – auch Arbeitsplätze werden sicherer – ist es unverständlich, weshalb die Regierung sich so ziert, die Laufzeit zu verlängern und den Abwracktopf aufzustocken. Oder ist es nur Taktik, um Druck auf die Käufer auszuüben? Erste Regierungsmitglieder geben zu, dass über eine Verlängerung nachgedacht wird.

Spaßverderber gibt es auch schon: der positive Umwelt- und Klimaeffekt aus dem eingespartem CO2 der Altautos soll durch die Produktion von Neuwagen wieder zunichte gemacht werden. Insgesamt wäre die Klimabilanz sogar schlechter.

Und die Autoverwerter jammern, dass der Schrott fast nichts mehr wert sei. Tatsächlich hat der Markt für Stahlschrott im Vergleich zum März 08 um mehr als die Hälfte nachgegeben.

Wie dem auch sei: wer sich mit Unterstützung der Abwrackprämie ein neues Auto zulegen will, sollte sich lieber heute als morgen entscheiden.

Dietmar Laubscher

http://www.diekostenmanager.de/d-laubscher

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In jeder Krise steckt auch eine Chance – für den, der sie zu nutzen weiß!

Montag, 02. Februar 2009

Die aktuelle Krise wird die Spreu vom Weizen trennen. Da bin ich mir mit den meisten Beobachtern einig.

Noch bis in den Herbst 2008 hinein brummte das Geschäft bei der Mehrzahl der Unternehmen und die termingerechte Abwicklung der vielen Aufträge hatte höchste Priorität. Das regelmäßige Durchforsten auf Prozesseffizienz und Einsparpotentiale blieb dabei zumeist auf der Strecke. So war es, wie immer zu Zeiten der Hochkonjunktur, fast zwangsläufig, dass auch dieses Mal die meisten Unternehmen wieder Speck ansetzten.

Doch nun, da die Auslastung nachlässt, ist es meiner Meinung nach an der Zeit, den Spielraum zu nutzen, um sich für den nächsten Aufschwung fit zu machen und die Unternehmensprozesse auf den Prüfstand zu stellen.

Dann – da bin ich mir sicher – eröffnet sich die Chance, auch aus der Krise gestärkt hervorzugehen und die Wettbewerber – sofern nicht aussortiert – ein gutes Stück hinter sich zu lassen.

Jürgen Keller

http://www.diekostenmanager.de/keller

Jürgen Keller ist Experte für Prozesseffizienz und beschäftigt sich in der Freizeit mit Geschichte, Wirtschaft und Reisen.

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Die Schattenseite der Subventionen

Montag, 17. November 2008

Wie jedes Jahr wird auch 2008 – aus aktuell gegebenem Anlass: Stichwort Finanzkrise – über Verschwendungen und möglicherweise unberechtigte Zahlungen der EU oder unserer Bundesregierung diskutiert.

Was jedoch das “sinnvoll” investierte Geld denjenigen bringt, die die Gelder aufbringen, wird so gut wie nie hinterfragt. So werden beispielsweise Steuergelder dafür eingesetzt, Unternehmen den östlichen Teil der EU schmackhaft zu machen. Diese Subventionen helfen den (noch) wirtschaftlich schwächeren Staaten wie Ungarn, Polen oder Rumänien, führen jedoch nicht selten zu Werksschließungen in Deutschland oder anderen Ländern mit höherem Lohnniveau. Traurig dabei ist, dass die verantwortungsvollen Unternehmen, die ihre Standorte in Deutschland weiter betreiben, den Aufbau von Produktionsstätten – vielleicht sogar von ihrer Konkurrenz – im Ausland mitfinanzieren müssen.

Natürlich möchte niemand, dass bedürftige Partnerstaaten in Zukunft nicht mehr unterstützt werden. Allerdings sollte die Hilfe nicht zu Nachteilen wie Arbeitslosigkeit, höheren Kosten, größerer Steuerbelastung etc. bei den Geberstaaten führen.

Ähnlich verhält es sich mit der Finanzkrise: die Kredite oder Bürgschaften, die Banken an Unternehmen oder Privatpersonen mit Hilfe von staatlichen Bürgschaften vergeben, wurden von eben diesen in Form von Steuergeldern aufgebracht. Nur bekommt man dieses Geld ja nicht zurück, sondern man muss quasi sein eigenes Geld von den Banken leihen, die dann daran gut verdienen. Geld verleihen galt früher als anrüchiges Geschäft, jedoch stellt die aktuelle Situation alles bisher dagewesene in den Schatten.

Im Übrigen hat die aktuelle Absatzkrise der Automobilindustrie nichts mit der Finanzkrise zu tun, da die Zulassungszahlen schon lange rückläufig waren und die Branche weltweit eine schlechte Prognose hatte (wer braucht wirklich drei Autos?). Es wird interessant sein zu verfolgen, unter welchen Bedingungen die Bundesregierung z.B. Opel die Milliardenbürgschaft gewährt!

Mein Vorschlag: sollte es Ihnen jetzt oder in Zukunft – auch als Privatperson – schlecht gehen, lassen Sie sich von der KFW einen saftigen Kredit oder zumindest eine Bürgschaft geben. Von Ihnen hängen der Bäcker, Lebensmittelhändler, Tankwart, Schuhmacher und der Kneipenwirt, von Ihrer Frau die Boutiquen und von Ihren Kindern die Discotheken ab….

Dietmar Laubscher

http://www.diekostenmanager.de/laubscher

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