Wie jedes Jahr wird auch 2008 – aus aktuell gegebenem Anlass: Stichwort Finanzkrise – über Verschwendungen und möglicherweise unberechtigte Zahlungen der EU oder unserer Bundesregierung diskutiert.
Was jedoch das “sinnvoll” investierte Geld denjenigen bringt, die die Gelder aufbringen, wird so gut wie nie hinterfragt. So werden beispielsweise Steuergelder dafür eingesetzt, Unternehmen den östlichen Teil der EU schmackhaft zu machen. Diese Subventionen helfen den (noch) wirtschaftlich schwächeren Staaten wie Ungarn, Polen oder Rumänien, führen jedoch nicht selten zu Werksschließungen in Deutschland oder anderen Ländern mit höherem Lohnniveau. Traurig dabei ist, dass die verantwortungsvollen Unternehmen, die ihre Standorte in Deutschland weiter betreiben, den Aufbau von Produktionsstätten – vielleicht sogar von ihrer Konkurrenz – im Ausland mitfinanzieren müssen.
Natürlich möchte niemand, dass bedürftige Partnerstaaten in Zukunft nicht mehr unterstützt werden. Allerdings sollte die Hilfe nicht zu Nachteilen wie Arbeitslosigkeit, höheren Kosten, größerer Steuerbelastung etc. bei den Geberstaaten führen.
Ähnlich verhält es sich mit der Finanzkrise: die Kredite oder Bürgschaften, die Banken an Unternehmen oder Privatpersonen mit Hilfe von staatlichen Bürgschaften vergeben, wurden von eben diesen in Form von Steuergeldern aufgebracht. Nur bekommt man dieses Geld ja nicht zurück, sondern man muss quasi sein eigenes Geld von den Banken leihen, die dann daran gut verdienen. Geld verleihen galt früher als anrüchiges Geschäft, jedoch stellt die aktuelle Situation alles bisher dagewesene in den Schatten. 
Im Übrigen hat die aktuelle Absatzkrise der Automobilindustrie nichts mit der Finanzkrise zu tun, da die Zulassungszahlen schon lange rückläufig waren und die Branche weltweit eine schlechte Prognose hatte (wer braucht wirklich drei Autos?). Es wird interessant sein zu verfolgen, unter welchen Bedingungen die Bundesregierung z.B. Opel die Milliardenbürgschaft gewährt!
Mein Vorschlag: sollte es Ihnen jetzt oder in Zukunft – auch als Privatperson – schlecht gehen, lassen Sie sich von der KFW einen saftigen Kredit oder zumindest eine Bürgschaft geben. Von Ihnen hängen der Bäcker, Lebensmittelhändler, Tankwart, Schuhmacher und der Kneipenwirt, von Ihrer Frau die Boutiquen und von Ihren Kindern die Discotheken ab….
Dietmar Laubscher
http://www.diekostenmanager.de/laubscher