Archiv für die Kategorie ‘Wertstoff- und Abfallmanagement’

Neuer Mindestlohn in Abfallbranche

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ab November 2011 gilt ein neuer verbindlicher Mindestlohn für alle Beschäftigten in der Abfallwirtschaft.

Der neue Stundenlohn von 8,33 Euro gilt ab 01. November 2011 auch für nicht tarifgebundene Betriebe der Abfallwirtschaft.

Die kleine Erhöhung von 8,24 auf  8,33 Euro pro Stunde kommt mit zweimonatiger Verspätung, ist nach meiner Meinung aber trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung.

Dietmar Laubscher

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Sinnvolle Verwendung von CO2

Dienstag, 31. Mai 2011

Ein neuer Ansatz in einer Biogasanlage verwertet CO2 direkt am Entstehungsort. Das e-gas genannte Produkt wird aus organischen Abfällen und Wasser mit Hilfe von regenerativen Energien erzeugt.

Laut EUWID wird ab 2013 die weltweit erste Großanlage zur Herstellung und Einspeisung von synthetischem Erdgas ihren Betrieb aufnehmen.  Der Clou dabei ist, dass aus Wind- und Solarenergie, die zum Zeitpunkt der Erzeugung  nicht benötigt wird, CO2 (Kohlendioxid) und H2O (Wasser) CH4 (Methan) hergestellt wird.

Das CO2 wird dabei aus der Verwertung der angelieferten organischen heizwertreichen Abfälle gewonnen und damit endlich einer sinnvollen Verwendung zugeführt.

Das synthetische Erdgas wird zum Heizen oder zum Betrieb der entsprechenden Fahrzeuge genutzt. Da der komplette CO2-Ausstoss für die Produktion verwendet wird, ist die Anlage zumindest in dieser Hinsicht beispielgebend.

Ich hoffe, dass noch viele intelligente Anwendungen zur CO2-Verwertung folgen werden.

Dietmar Laubscher

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Illegale Abfallentsorgung geduldet?

Dienstag, 05. Oktober 2010

In der Tongrube Möckern in Sachsen-Anhalt sollen illegal abgelagerte Abfälle nicht wie gesetzlich vorgeschrieben einer Verwertung zugeführt werden, sondern dort aus Kostengründen verbleiben.

Die heizwertreichen Fraktionen wurden in der Tongrube jahrelang unter Umgehung der Auflagen abgelagert und somit eine illegale Deponie betrieben. Auch auf zugelassenen Deponien dürfen seit Juni 2005 aus Klima- und Umweltschutzgründen keine CO2-haltigen – eben heizwertreichen – Abfälle mehr entsorgt werden (siehe auch die Beiträge “Sanierung von Altdeponien” vom 25.02. und 22.01.09).

Das zuständige Landesbergamt will jedoch die Abfälle nur notdürftig abdecken. Was normalerweise als kriminelle Handlung verfolgt wird, soll nun bei öffentlichen Einrichtungen geduldet werden.

Dadurch wird sowohl ein fairer Wettbewerb verhindert als auch ein riesiges Energie- und Wertstoffpotential verschenkt. Von den Folgen für die Umwelt wie Methanausgasungen ganz zu schweigen.

Wo bleiben die Umweltschützer mit einem Aufschrei? Wo die vielen Verbände?

Wahrscheinlich hören wir nichts, weil keine 30-köpfige Maulwurfkolonie in Wohnraumnot geraten oder keine Waldohreule verzweifelt nach einem Partner Ausschau hält, der durch eine neue Straße von seinem Revier unwiderruflich abgeschnitten ist.

Ein Schelm, wer denkt, dass die Gutmenschen eine zu geringe publikumswirkssame Situation befürchten?

Dietmar Laubscher

http://www.diekostenmanager.de/d-laubscher

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Neuer Mindestlohn in Abfallwirtschaft

Montag, 30. August 2010

Gewerkschaften und Abfallwirtschaftsverbände wollen Mindestlohn nicht nur fortsetzen, sondern sogar erhöhen.

Wenn alles wie geplant umgesetzt werden kann, soll der Mindestlohn ab 1. November 2010 um 22 Cent auf 8,24 Euro steigen.

Nach meiner Einschätzung einer faire Sache, da  z. B. die Gebäudereiniger schon immer einen höheren Mindestlohn erhalten haben. Bleibt zu hoffen, dass die üblichen Verdächtigen nicht in letzter Minute (16.09.10) noch querschiessen.

Dietmar Laubscher

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Verstoß gegen Mindestlohn jetzt Straftat

Freitag, 09. Juli 2010

Bisher wurde ein Verstoß gegen die Mindestlohnregelung als Ordnungswidrigkeit gesehen, ab sofort ist es laut Landgericht Magdeburg eine Straftat.

Unternehmen, die die allgemein verbindlichen Mindestlöhne unterlaufen, müssen zukünftig statt mit Bußgeld mit Freiheitstrafen bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen rechnen.

In der Regel wird der höchste Repräsentant, also Geschäftsführer oder Vorstand, in die Haftung genommen. Der Betroffene gilt dann als vorbestraft. Damit wird ein neues Kapitel im Kampf gegen Lohndumping aufgeschlagen.

Falls das Urteil rechtskräftig wird, erlangt es eine bundesweite Bedeutung.

Dietmar Laubscher

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Bußgeld bis 500.000 Euro bei nicht eingehaltenem Mindestlohn!

Mittwoch, 03. Februar 2010

Zollämter prüfen stichprobenartig auch ohne konkreten Verdacht die Einhaltung des Mindestlohns von 8,02 Euro pro Stunde.

Nachdem seit 1. Januar 2010 der Mindestlohn auch in der Abfallwirtschaft gilt, werden Unternehmen dieser Branche neben anderen, wie beispielsweise aus der Mietwäsche- und Gebäudereinigungsbranche, verstärkt kontrolliert. Der Zoll geht davon aus, dass bei jedem fünften Betrieb Unregelmäßigkeiten beim Mindestlohn vorliegen.

Da Geldbußen bis 500.000 Euro verhängt werden können, tun sich Arbeitgeber keinen Gefallen, wenn sie den Mindestlohn ihren Mitarbeitern vorenthalten. Das Bußgeld wird in jedem Fall die betriebswirtschaftlichen Kosten der Lohnanpassung überschreiten.

Auch kann der Auftraggeber haften, wenn er niedrige Konditionen akzeptiert hat, die auf Verweigerung des Mindestlohns basieren. Der Zoll geht dann von einer Absprache zum Nachteil der Mitarbeiter aus.

Mitarbeiter, denen der zustehende Mindestlohn nicht gezahlt wird, sollten ihren Arbeitgeber auf die oben genannten Folgen aufmerksam machen. Im Bußgeldfall ist ihr Arbeitsplatz eher in Gefahr als bei einer korrekten Entlohnung.

Dietmar Laubscher

http://www.trust-competence.de/partner/laubscher

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Neues vom Arbeitsmarkt: mehr freie Stellen und mehr Geld!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich besser als erwartet – leider nicht konjunkturbedingt.

Wo kommen auf einmal so viele freie Stellen her? Des Rätsels Lösung ist dem demographischen Wandel geschuldet: es gehen mehr Arbeitnehmer in Rente als junge Berufanfänger starten!

Auch die Beschäftigten im Gebäudereinigungsgewerbe können aufatmen: Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich geeinigt, die 860.000 Reinigungskräfte erhalten mehr Geld.

Auch die Rohstoffpreise steigen langsam, aber stetig (seit Januar um 50-70%) – ein Indikator, dass die Nachfrage wieder anzieht!

Krise hin, Arbeitsplätze her, Lohnerhöhung – was will man mehr!?! Und die weitere positive Botschaft lautet: es werden Zeiten kommen, wo auch ältere Arbeitnehmer (wieder) gesucht werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die dann auch wollen….

Dietmar Laubscher

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Gefährliche Energiesparlampen?

Dienstag, 22. September 2009

Nachdem das Aus für unsere alten Glühbirnen europaweit beschlossen wurde, wird wieder verstärkt auf die Gefahren der Verwendung von Energiesparleuchten hingewiesen.

So wird immer wieder unterstellt, dass die Verwender kaputte Leuchten zu oft in den Hausmüll werfen – und damit tonnenweise Quecksilber zusätzlich in die Umwelt einbringen.

In diesem Zusammenhang ist eine österreichische Studie interessant. Darin wird angenommen, dass jeder Haushalt 80% aller Glühlampen durch Energiesparleuchten ersetzt und 90% davon über den Hausmüll entsorgt – was als unrealistisch angesehen werden kann. Dadurch würde eine zusätzliche Menge von 32 kilogramm Quecksilber in den Restmüll gelangen, was bei 1.400 kilogramm Quecksilber pro Jahr aus anderen Restmüllfraktionen einen Anstieg von einem Gramm auf 1,01 Gramm pro Tonne Restmüll bedeuten würde.

In Deutschland würde auf Grund der höheren Einwohnerzahl bei dieser Modellrechnung ein Mehrfaches der genannten Mengen anfallen, das Verhältnis bleibt gleich. Somit dürfte die “Quecksilbergefahr” aus Energiesparleuchten kein Thema mehr sein.

Neu im Fokus der Gutmenschen sind außer den höheren Kosten und dem höheren Energieverbrauch bei der Herstellung nun die schädlichen Strahlen dieser Leuchten, welche die Entwicklung unserer Kinder nachhaltig stören sollen. Da bin ich gespannt, wann die Medien die angebliche Strahlengefahr verstärkt aufgreifen werden.

Dietmar Laubscher

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Kaufkraftzuwachs!!

Donnerstag, 06. August 2009

Wie das Statistische Bundesamt meldet, ist die Kaufkraft von Arbeitnehmern gestiegen.

Dies gilt für den Zeitraum April 08 bis April 09 mit einer durchschnittlichen Höhe von 2,8 %. Da im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise nur um 0,7% gestiegen seien, haben die Mitarbeiter nun tatsächlich mehr Geld in der Tasche.

Somit können sich auch die Arbeitnehmer antizyklisch verhalten und durch vermehrte Ausgaben die Konjunktur weiter ankurbeln.

Die Rohstoffmärkte erholen sich zusehends, was ein Indikator für das Anspringen der gesamten Weltwirtschaft ist.

Haben wir die Krise wirklich schon – zumindest beinahe – überwunden? Maßgeblich für Deutschland wird sein, wie Opel und General Motors nach dem Verkauf dastehen, da die Automobilindustrie nach wie vor eine Leitbranche darstellt.

Nach der Urlaubszeit – viele sind trotz Krise gefahren – wird sich herausstellen, ob wir derzeit nur ein Strohfeuer erleben oder wirklich noch mehr Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Dietmar Laubscher

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Abwrackprämie: Wer gewinnt am meisten?

Donnerstag, 19. März 2009

Die notleidende Autoindustrie ist dankbar, die Autokäufer sind glücklich und sogar die Grünen freuen sich. Unerwartet gibt es noch einen weiteren Gewinner: den Finanzminister!

Der Abwrackprämie in Höhe von 1,5 Milliarden Euro stehen Steuereinnahmen von 1,98 Milliarden aus zusätzlicher Mehrwert- und Gewerbesteuer gegenüber (Daten des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ZDK). Die ganze Sache ist so erfolgreich – es liegen derzeit 423.000 Bestellungen für Neu- oder Jahreswagen vor – dass der Topf bis Ende März möglicherweise erschöpft ist.

Das ist ein Paradebeispiel für intelligentes Kostenmanagement: die Gewinne aus der Maßnahme sind höher als die Kosten. Hat Frau Merkel da vielleicht etwas von unseren Strategien abgekupfert?

Vor diesem positiven Hintergrund – auch Arbeitsplätze werden sicherer – ist es unverständlich, weshalb die Regierung sich so ziert, die Laufzeit zu verlängern und den Abwracktopf aufzustocken. Oder ist es nur Taktik, um Druck auf die Käufer auszuüben? Erste Regierungsmitglieder geben zu, dass über eine Verlängerung nachgedacht wird.

Spaßverderber gibt es auch schon: der positive Umwelt- und Klimaeffekt aus dem eingespartem CO2 der Altautos soll durch die Produktion von Neuwagen wieder zunichte gemacht werden. Insgesamt wäre die Klimabilanz sogar schlechter.

Und die Autoverwerter jammern, dass der Schrott fast nichts mehr wert sei. Tatsächlich hat der Markt für Stahlschrott im Vergleich zum März 08 um mehr als die Hälfte nachgegeben.

Wie dem auch sei: wer sich mit Unterstützung der Abwrackprämie ein neues Auto zulegen will, sollte sich lieber heute als morgen entscheiden.

Dietmar Laubscher

http://www.diekostenmanager.de/d-laubscher

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