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Verbesserte Beschaffung von Klinikwäsche und Mietbekleidung.

Ein Klinikum mit fast 600 Betten und fachlicher Spezialisierung beauftragte Trust & Competence damit, die Beschaffung von Wäschereileistungen und Mietwäsche zu untersuchen. Der laufende Vertrag mit einer ortsansässigen Wäscherei stand kurz vor dem Auslaufen. Er umfasste zwei Hauptpositionen; zum einen die Lohnwäsche der hauseigenen Wäsche, zum anderen die Bereitstellung und Pflege von Mietberufsbekleidung. Der Zeitpunkt war günstig, um die Vertragsbedingungen auf den Prüfstand zu stellen und Möglichkeiten für Optimierungen herauszuarbeiten.

Trust & Competence analysierte Leistungen und Details des bestehenden Vertrages. Insgesamt ergaben sich knapp 375.000 Euro Nettoausgaben für die Wäschereileistungen.

Bereits im frühen Projektstadium fiel auf, dass Abschreibung und Restwert der Mietberufsbekleidung ungewöhnlich und wenig kundenfreundlich festgelegt waren. Darüber hinaus ergab sich während der Analyse der Ist-Situation, dass bei der gestellten Mietberufsbekleidung hohe Stückzahlen zur Abrechnung kamen, während deutlich weniger Bekleidungsteile zur Pflege abgegeben wurden. Bislang lieferte der Wäschedienstleister an die Wäschekammer aus. Dort sortierten Mitarbeiter dann die Stücke für die einzelnen Stationen.

Auf der Grundlage der Analyse schrieb Trust & Competence die Wäschereileistungen neu aus. In die Ausschreibung einbezogen waren der bisherige Dienstleister sowie zwei Wettbewerber. Aus den Vergleichsangeboten der beiden Wettbewerber ergaben sich zum Teil erhebliche Einsparpotenziale. Bei der Lohnwäsche betrug die mögliche Einsparung über 25.000 Euro. Die Kosten für die Mietberufsbekleidung hätten sich sogar um fast 60.000 Euro senken lassen können. Dem stand jedoch der hohe Restwert des Bestands mit fast 170.000 Euro entgegen.

Die Klinikleitung entschied sich dafür, die Mietberufsbekleidung beim bisherigen Anbieter zu belassen. Dieser hatte sein neues Angebot um gut 9.000 Euro günstiger aufgesetzt. Ob die Höhe des Restwertes gesetzeskonform war, hätte einer juristischen Klärung bedurft. Dies vermieden die Entscheider. Bei der Lohnwäsche hingegen wechselten sie den Anbieter. Damit senkten sie nicht nur die Ausgaben. Auch die Aufwendungen für die hausinterne Wäschekammer reduzierten sich: Der neue Dienstleister liefert die Wäscheteile stationsbezogen sortiert an.

Insgesamt erzielte das Klinikum nach Umsetzung der Optimierungen einen finanziellen Vorteil von gut 34.000 Euro pro Jahr. Trust & Competence empfahl, die vertraglichen Vereinbarungen rund um den Restwert der Mietberufsbekleidung juristisch prüfen zu lassen, um hier eine weitere Ergebnisverbesserung zu erzielen.